Seiteninhalt

Veranstaltung: Flucht aus dem Irak, Asyl in Deutschland

Die Veranstaltung findet am Donnerstag den 24. November um 17:30 Uhr im Stockelsdorfer Rathaus (Sitzungssaal), Ahrensböker Straße 7, 23617 Stockelsdorf statt.
Sie bietet Informationen für Flüchtlinge sowie ihre UnterstützerInnen und alle Interessierten.

Im ersten Teil der Veranstaltung informieren wir über den Irak:

Seit langer Zeit treffen Jahr für Jahr Tausende von Flüchtlingen aus dem Irak in Deutschland ein. Das Land führte zehn Jahre einen Krieg gegen den Iran. Danach annektierte es Kuwait und verlor anschließend den Krieg gegen die USA. Über zehn Jahre lang sorgten die Sanktionen für einen Zusammenbruch von Staat, Wirtschaft, Bildungssystem und Gesundheitswesen. 2003 griffen die USA erneut an, stürzten die Diktatur. Eine neue Regierung wurde eingesetzt, aber sie konnte das Land nicht zusammenhalten. Kurdistan ist faktisch unabhängig, die Regierung beherrscht nur noch den Süden. Im Norden hat sich der »Islamische Staat« etabliert. Er unterdrückt nicht nur die Bevölkerung in seinem Machtbereich, er führt einen Völkermord an den Jesiden durch.

Im zweiten Teil der Veranstaltung informieren wir über das Asylverfahren:

Das Asylverfahren ist für viele Flüchtlinge schwer zu durchschauen. Vor allem müssen Flüchtlinge aus dem Irak inzwischen wieder warten, bevor sie einen Termin für das Stellen des Asylantrages und die Anhörung bekommen, nachdem es 2015 ein beschleunigtes Verfahren gab. In dieser Zeit können kleine Fehler dazu führen, dass das Asylverfahren aus formellen Gründen scheitert. Mit der Veranstaltung wollen wie die Betroffenen und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer über die Abläufe und die Pflichten im Asylverfahren informieren.
Die Veranstaltung richtet sich an ehrenamtliche Unterstützer ebenso wie an die Flüchtlinge selbst. Der Vortrag ist zweisprachig, ein Dolmetscher aus dem Irak wird ins Arabische dolmetschen.
Der Referent ist Reinhard Pohl (Journalist), es dolmetscht Narmin Kareem (Dolmetscherin)