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Wie geht »mehr Klimaschutz«? Expertentreffen in Stockelsdorf!

Beim Treffen aller kommunalen Klimaschutzmanagenden aus Schleswig-Holstein und Hamburg im Stockelsdorfer Sitzungssaal wurden unterschiedliche Lösungswege diskutiert, wie die Klimaschutzbemühungen der Gemeinden, Städte und Kreise verstärkt werden können. Mit dabei der Staatssekretär aus dem MELUND Herr Tobias Goldschmidt, der sich Anregungen und Input direkt bei der Basis holen wollte. Den ersten Input gab die Bürgermeisterin Frau Julia Samtleben mit Ihrem Begrüßungswort, in dem Sie einen Abriss über den Stand in Stockelsdorf gab.

„Klimaschutz geht besser mit guter Laune“ so der Staatssekretär Tobias Goldschmidt (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung). Seine Worte fielen auf fruchtbaren Boden bei den hauptamtlich Klimaschützenden. Die Mitarbeiter der unterschiedlichen Verwaltungseinheiten waren aus allen Ecken des Landes nach Stockelsdorf gekommen. Ob aus Sylt, dem Kreis Dithmarschen, Flensburg oder aus dem benachbarten Lübeck, von den etwas über 100 Aktiven in Schleswig-Holstein kamen 44 nach Stockelsdorf um neue Ideen zu entwickeln und Wissen zu teilen.

Viel Lob gab es am Ende von den Beteiligten. Die guten Räumlichkeiten machten manche Besucher neidisch und da auch für das leibliche Wohl gut gesorgt war, stimmten die Rahmenbedingungen. Schließlich stehen in Stockelsdorf genügend E-Ladesäulen zur Verfügung, denn ganz standesgemäß reisten viele Klimaschützende, wenn es keine passende Zugverbindung gab, mit dem E-Auto an. Neben diesen Rahmenbedingungen sorgte noch ein weiterer Faktor für gute Laune. Eine Besonderheit des Netzwerkes ist, dass Informationen über durchgeführte Projekte ausgetauscht werden und dabei auch beleuchtet wird, was nicht funktioniert, welche Schwierigkeiten es gab. „Ich habe noch nie einen so offenen Austausch erlebt, bei dem es nicht um Konkurrenz und „Wissen zurückhalten“ geht, sondern um echten Austausch der den Klimaschutz voranbringt“ beschreibt der Klimaschutzmanager der Gemeinde, Manuel van der Poel, das Netzwerk.
Wo Schnittstellen zwischen der Landesverwaltung und den an der Basis arbeitenden Klimaschützenden sind, zeigen die folgenden zwei Beispiele:
In den vergangenen Jahren wurden die Klimaschützenden bei der Ausschreibung einer landesweiten Bilanzierungssoftware mit eingebunden. Diese Software hat das Ziel, dass alle Kommunen in Schleswig-Holstein vergleichbare CO2- Bilanzen erstellen können. Auch wenn der Arbeitsaufwand für die Erstellung einer solchen Bilanz sehr umfangreich bleibt, so müssen die Kommunen zumindest nicht mehr die Kosten für die nötige Spezialsoftware tragen. Die erfolgreiche Vergabe und damit die kurzfristige Bereitstellung verkündete der Staatssekretär auf dem Netzwerktreffen. Ähnliches ist für die Aktion STADTRADELN geplant, bei der Stockelsdorf vom 6. bis 26. September 2020 wieder dabei sein wird. Da das Land diese Aktion als positives Signal für Radverkehrsförderung erkannt hat und allen Kommunen die Teilnahme dringend empfiehlt, wird aktuell auch hier geprüft, wie das Land die Teilnahmekosten übernehmen kann.
Weiter kündigte der Staatssekretär ein Förderprogramm für Bürger an, zu dem es im Frühjahr weitere Details geben wird und das voraussichtlich am 1. April starten wird.
Am Schluss gab es dann noch Lob aus der Statistikabteilung des Landes: Aus den Bundesfördermitteln (speziell für den Klimaschutz) haben die Schleswig-Holsteiner 18,80€ pro Einwohner ins Land geholt. Bundesweiter Spitzenwert. Sicher auch ein Ergebnis des guten Austausches aller Beteiligten, der weiter ausgebaut wird. Da waren sich alle Beteiligten einig.