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TenneT und Schleswig-Holstein Netz AG planen Mitnahme von 110-kV-Freileitungen auf den neuen Masten der 380-kV-Leitung zwischen Stockelsdorf und Siems

Im zweiten Abschnitt (Raum Lübeck – Siems) ist jetzt vorgesehen, die vorhandenen 110-kV-Freileitungen, die im Bereich der Gemeinden Bad Schwartau und Ratekau teilweise über Wohngebäude verlaufen, auf den neuen 380-kV-Masten mitzunehmen. Diese sogenannten Mitnahme-Masten können Leitungen beider Spannungsebenen tragen, also sowohl die 380-kV-Höchstspannungsleitung der TenneT als auch die 110-kV-Leitung der Schleswig-Holstein Netz AG. Die bestehenden Masten der 110-kV-Leitungen der Schleswig-Holstein Netz AG sollen dank dieser „Huckepack-Lösung“ anschließend zurückgebaut werden. Einzig zwischen dem Umspannwerk Lübeck sowie dem Umspannwerk in Bad Schwartau muss eine der beiden 110-kV-Leitungen bestehen bleiben, um die Energieversorgung der Region weiter zu gewährleisten.

Beide Netzbetreiber haben damit eine Lösung gefunden, die den im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern geäußerten Wünschen entgegen kommt. Die Lösung ist das Ergebnis fortlaufender gemeinsamer Abstimmungen zwischen TenneT und der Schleswig-Holstein Netz AG. Mit dieser Planung will TenneT im Abschnitt Raum Lübeck – Siems in das offizielle Genehmigungsverfahren gehen.

Was bedeutet die Mitnahme der 110-kV-Leitungen?
Im Zuge des Neubaus der 380-kV-Ostküstenleitung werden Masten gewählt, die nicht nur die 380-kV-Leitungen, sondern auch die 110-kV-Leitungen tragen können.

Die beiden bestehenden 110-kV-Freileitungen werden daraufhin auf ganzer Strecke zurückgebaut. Übrig bleibt nur die zukünftige gemeinsame 380-/110-kV-Freileitungstrasse und ein kurzes Stück 110-kV-Freileitung zwischen dem Umspannwerk in Bad Schartau und dem Umspannwerk Lübeck.

Wie sehen die Mitnahme-Maste aus?
Die neuen 380-/110-kV-Mischgestängemaste müssen die Spannungsebenen beider Netzbetreiber tragen. Dazu wird ein zusätzlicher Querträger (die sogenannte Traverse) eingeplant, an dem die 110-kV-Leiterseile befestigt werden.

Die Maste erhöhen sich dadurch durchschnittlich um ca. 10 Meter

Im östlichen Teil der Leitung (um den Pariner Berg) wird voraussichtlich die sogenannte Doppel-Einebene eingesetzt werden. Es zeichnet sich durch eine etwas niedrigere Bauform aus, was dem Landschaftsbild und der Avifauna zugutekommen soll.

Im westlichen Teil der Leitung (südlich von Ratekau bis nach Siems) wird voraussichtlich die sogenannte Donau-Einebene eingesetzt werden.