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Curau

Erstmals in einer Urkunde von 1210 wurde etwas über Curau berichtet. Der Graf Albrecht von Orlamünde und Holstein verleiht Curau an das Kloster Neumünster. Folglich hat es Curau schon vor 1210 gegeben.

1316, wird berichtet, ging Curau in den Besitz von Johann dem Milden und Gerhard dem Großen über.

1392 wurde Curau geteilt. Gerhard der Vierte, Herzog zu Schleswig und Graf zu Holstein, mit seinem Onkel Nikolaus verkauften die Hälfte des Dorfes dem Heilig-Geist-Hospital in Lübeck. Dieser lübsche Teil schrieb sich dann später mit "K" die andere Hälfte ging an die Klostergemeinde Ahrensbök. Hier wurde Curau dann mit "C" geschrieben. Die hoheitliche Trennung wurde erst 1937 aufgehoben.

Curau - ein Kirchdorf
Die Curauer Kirche ist eine Vicelin-Kirche. Geweiht wurde die Kirche Ende des 12. Jahrhunderts von Gerold, dem ersten Bischof von Lübeck. 1683 war die 1. Kirche in enem schlechten baulichen Zustand, ein Neubau wurde beschlossen. Am 27.03.1683 wurde der Grundstein gelegt.
Am 24.07.1827 wütete ein Großfeuer in Curau, 22 Gebäude wurden vernichtet, darunter auch die Kirche. Die Kirche konnte dann am 05.04.1829 wieder eingeweiht werden. Bis 1580 wurden in Curau die Gottesdienste katholisch abgehalten, seitdem hat Curau jetzt den 21. evangelichen Pastor.

Seit 1818 hatte Curau zwei Schulen. Vorher gab es nur eine Küsterschule mit 125 Schulkindern, 60 davon aus dem lübschen Teil. 1971 wurde der Schulbetrieb in Curau eingestellt. Die Kinder besuchen jetzt die Stockelsdorfer Schulen.

Curau - ein Bauerndorf
Curau ist nicht nur das älteste Dorf, sondern von der Fläche her auch das größte in der Gemeinde. Leider hat sich die Struktur in der Landwirtschaft so geändert, dass es fast keine landwirtschaftlichen Betriebe mehr im Dorf gibt.
An dem Dorfrand grenzt das Curauer Moor, ein Naturparadies aus der Urzeit, 200 ha groß. Bis nach dem 2. Weltkrieg wurde hier noch Torf gewonnen.
Um 1250 errichteten die von Buchwaldts am Rande des Moores die Raubritterburg "Sconenkamp". Lübecker zerstörten 1364 diese Burg und vertrieben die Buchwaldts.

Curau - heute
Curau ist heute ein schönes, gepflegtes Kirchdorf mit circa 600 Einwohner/innen, als Mittelpunkt der Dorfplatzes, eingesäumt von einem hohen Baumbestand und einer Allee. Zu diesem im Grünen liegenden Dorf gehört auch ein parkähnlicher Friedhof. Curau hat eine moderne Infrastruktur: zentrale Schmutzwasserentsorgung, Gas- und Wasserversorgung, Busanbindung, neue Straßen mit moderner Beleuchtung.
Neuerdings hat Curau auch einen Golfplatz.


(Quelle: Festschrift 700 Jahre Stockelsdorf)

Weitere Informationen können Sie unter http://www.curau.de erhalten.